Barrieren abbauen in der Freiwilligenarbeit

Wenn es um das Thema Ehrenamt und Engagement geht, werden Menschen mit Beeinträchtigungen oder ältere Menschen bisher eher als Hilfeempfänger gesehen. Das Zentrum Aktiver Bürger (ZAB) organisierte mit Curatorium Altern gestalten drei Workshops für Vereine und Organisationen, um hier Vorbehalten entgegenzuwirken. Der Engagementtag fand im Klara – dem neuen Zentrum für Engagement und Beratung statt, dessen Träger die Stabstelle Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Nürnberg ist.

Erstmals fand das Format des Engagementtags als hybride Veranstaltung statt. Die Referent*innen freuten sich über den Erfolg der Veranstaltung. Denn neben dem Nürnberger Publikum im Veranstaltungsraum, waren auch Personen aus Frankfurt, Hamburg oder Hanau zugeschaltet.

Engagement von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen – so kann es gelingen!

„Für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen kann ein ehrenamtliches Engagement ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Selbständigkeit und Akzeptanz und zu besserer Lebensqualität sein. Im Engagement werden sie nicht als Hilfesuchende, sondern als wertvolle Hilfe wahrgenommen.“ Darüber referierte Anne Wölfel, Sozialpädagogin B.A. in der Tagesklinik für seelische Gesundheit im Alter am Klinikum Nürnberg Nord. „Barrieren im Einsatz könnten zum Beispiel durch Tandembildung abgebaut werden.“ Außerdem gab Sie wichtige Tipps, wie ein Gespräch in Krisensituationen geführt werden kann.

Sags einfach – Einfache Sprache als Chance für Ihre Organisation

Die Gründe, warum Menschen Lese-, Schreib- und Verständnisprobleme haben, sind sehr verschieden, darüber referierte Dr. Beate Wittich vom Zentrum Aktiver Bürger im 2. Workshop. Dass einfache Texte nicht nur einer kleinen Minderheit hilft, sondern sogar von Vorteil für Organisationen sein können, wurde deutlich. Mit wenigen einfachen Regeln können die Inhalte und Angebote der Organisationen aber besser verstanden werden.

Ü65 – Geragogische Aspekte für Weiterbildung & Engagement im Alter

Ehrenamt im Alter ist eine Möglichkeit, die Gesellschaft im Kleinen mitzugestalten. Nicht nur die Gesellschaft profitiert vom Erfahrungswissen Älterer, auch die Personen selbst erfahren hohen Nutzen. „Aktive Menschen im Alter zwischen 65 und 85 Jahren, fühlen sich mindestens 10 Jahre jünger“, erklärt Sabine L. Distler vom Curatorium Altern gestalten. Trotzdem werden ältere Menschen häufig von einem Engagement allein aufgrund Ihres Alters ausgeschlossen. Georg Weigl, Gerontologe M.Sc., widmete sich im zweiten Teil den Strukturen und Rahmenbedingungen, die das Engagement und Lernen von Älteren fördern. Die Fortbildungs- und Beteiligungsformate sollten demnach altersgemischt sein und zusätzlich Platz für Austausch bieten.

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